Yoga-Willich

Hormon Yoga

Was hat Yoga mit Hormonen zu tun?

Ein geregelter Hormonspiegel trägt wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei, und das sowohl bei Männern wie bei Frauen. In jedem Körper produzieren u.a. Schilddrüse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse Hormone, die das Körpergeschehen und die Gefühlslage beeinflussen: Adrenalin, Insulin, Glücks-, Stress- und Sexualhormone, etc. Der heutige Lebenswandel ist oft von zu viel Stress dominiert. Wir sind fremdbestimmt, verlieren den Kontakt mit unseren Bedürfnissen, und in der Folge steigt der Adrenalinpegel dauerhaft. Das hat negative Auswirkungen auf die gesamte Hormonbalance im Körper. Mit steigendem Alter produzieren zudem Eierstöcke und Hoden weniger Sexualhormone mit den bekannten Folgen. Der Yoga bietet verschiedene Möglichkeiten, den Hormonspiegel den Bedürfnissen entsprechend zu beeinflussen – ganz ohne Medikamente.


Wie kann Yoga auf den Hormonspiegel einwirken?
Im Hormonyoga praktizieren wir Asanas
(Körperstellungen), die gezielt auf die Drüsen wie Eierstöcke, Hoden oder Bauchspeicheldrüse (Insulin) einwirken. Auch die vielen  verschiedenen Techniken des Pranayama (Atemübungen) können wir hierbei nutzen, ganz so wie die individuellen Bedürfnisse sind. Meditationen, Visualisierungen und geführte Körperreisen beruhigen das Nervensystem, senken das Stresslevel und können die  gewünschten Effekte verstärken.

Welche Möglichkeiten gibt es?
1. Hormonyoga nach Dinah Rodrigues
Die positive Wirkung des Yoga auf Hormone hat besonders Dinah Rodrigues vor über 20 Jahren weltweit bekannt gemacht. Die Brasilianerin hat dazu ein Komplettprogramm entwickelt. Basis von Rodrigues‘ Yoga ist ein intensiver, kraftvoller Atem: Bastrika oder Feueratem – der viel Energie erzeugt. Diese lenken wir dann mittels bestimmter Konzentrationsübungen zu den gewünschten Körperstellen und Drüsen, um sie zu stimulieren. Körperhaltungen unterstützen das. Weitere Pranayamas fördern die
Entspannung, eine ausgewogene und frische Ernährung stärkt die Gesundheit. Rodrigues hat verschiedene Unterformen für Frauen, Männer oder bei Diabetes entwickelt. Die Wirksamkeit dieses Programms ist von der Universität Sao Paulo überprüft worden, und Dinah selbst ist der beste Werbung für ihr Hormonyoga-Programm. Als ich 2017 in Berlin die Ausbildung bei ihr durchlief, führte die damals 90-Jährige mit viel Energie durch das straffe Lernprogramm. Dennoch gibt es Einschränkungen. Der stark befeuernde Atem sollte z.B. bei Bluthochdruck, Tumorerkrankungen u.a. nicht praktiziert werden.

2. Yoga für die Hormonbalance nach Anna Trökes
Anna Trökes ist eine der erfahrensten Yogalehrerinnen in Deutschland, die seit vielen Jahrzehnten Yoga lehrt und sich intensiv mit seinen Möglichkeiten beschäftigt hat. Dazu gehören neben Asanas, Pranayama, Meditation und Neurologie auch die Erkenntnisse aus dem Ayurveda, der indischen Gesundheitslehre. Dieses Yogaprogramm ist eine sehr sanfte aber ebenso wirkungsvolle Methode. Die Ruhe und Bewusstheit mit der es ausgeführt wird, führt uns wieder mehr in Kontakt mit uns selbst, lässt den Geist zur Ruhe kommen und damit automatisch den Stresspegel sinken. Gemäß den ayurvedischen Erkenntnissen nehmen wir Haltungen ein, die den Bauchraum entlasten und verweilen dort in Ruhe, fokussiert auf unseren Atem und unser Empfinden. Wir kombinieren Asanas, Pranayama und Meditationen mit dem Ziel der Harmonisierung und erlauben Selbstregulation. Auch der Yoga der Hormonbalance nach Trökes ist gut für Männer geeignet.

Wie kann ich persönlich Hormonyoga nutzen?

Der Yoga bietet viele Möglichkeiten, individuell abgestimmt den Hormonspiegel positiv zu beeinflussen. Am besten klärt sich dies im persönlichen Gespräch mit einer erfahrenen Yogalehrerin. Wesentlich ist dabei, wie immer, das stete Üben.